Das hat die Internet-Verwaltung ICANN bei Beratungen in Paris entschieden. Neben den bisher üblichen Domain-Namen ".de" oder ".com" kann es künftig auch Endungen wie Städte- oder Firmen-Namen geben, zum Beispiel ".berlin" oder ".ebay". Anfang kommenden Jahres sollen sich Interessenten für die neuen Adressen bewerben können.
Experten rechnen mit Preisen in Höhe von mehreren Zehntausend Euro für die jeweiligen Endungen. Im Hintergrund der Freigabe steht die Sorge, dass nach bisherigem System in den kommenden fünf Jahren die Adressnamen nicht mehr ausreichen könnten. Im vergangenen Jahr sollen nur noch 17 Prozent der ursprünglich vorhandenen vier Milliarden Adressen verfügbar gewesen sein.
Die Lockerung der Richtlinien für die Namensgebung könnte ganz neue Werte im Internet erschließen, hatte ICANN-Vorstand Paul Twomey zuvor betont.
Experten rechnen damit, dass der Kampf um Internet-Adressen mit der klassischen ".com"-Endung dennoch nicht nachlässt. Zahlreiche Geschäftsleute haben mit dem Handel von Domain-Namen viel Geld gemacht, indem sie sich rechtzeitig Markennamen und eingängige Adressen sicherten.
ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Kalifornien, die 1998 vom US-Handelsministerium mit der Verwaltung der Internetadressen beauftragt worden war. Die Organisation ist unter anderem für die Domain-Namen und IP-Adressen zuständig
Quelle: E-Market-Newsletter vom 28.06.2008
Zitate
Der Mensch ist ein Wesen, das weiß, wie es wäre, wenn es nicht so wäre, wie es ist.Elmar Gruber - Worte für zwischendurch